Uwe Ruprecht. Anmerkungen

 

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Schmutzfänger

Ich habe es bekanntlich aufgegeben, die anti-demokratischen Murksereien und reaktionären Politikdilettantismen im Kreisverband Elbe-Weser der so genannten „Linkspartei“ zu kommentieren. Ich behalte mir jedoch vor, mich zu Wort zu melden, wenn man mich direkt anspricht. So dieser Tage in einer weit gestreuten E-Mail wie folgt: „Alle Versuche die Linkspartei ‚von unten’ dem entsprechend zu beeinflussen, wurden bisher ‚abgebügelt’ und sind letzendlich gescheitert. Gescheitert sind sie u.a. auch deswegen, weil wir in der linken Bewegung - auch im hiesiegen Kreisverband – Kräfte und Personen haben, die ihre persönliche ‚Richtung’ als die allein seelig machende empfinden und nicht dialogfähig sind und sein wollen. Nein, es wurde zu allem Überfluss auch noch ein unsauber recherchierender Journalist bemüht, um positive Entwicklungen im hiesiegen Kreisverband schmutzig zu diffamieren. Insofern bin ich sehr enttäuscht, wie sich diese Limkspartei mittlerweile entwickelt hat.“ Der Verfasser hat allerdings genug Parteidreck am Stecken, um sich mit Schmutz bestens auszukennen. Bevor Sie mich das nächste Mal damit bewerfen, Herr J.H.D. – suchen Sie die Rechtschreibprüfung Ihrer Textverarbeitung. Und habe ich Sie nicht schon einmal daran erinnert, wie es sich verhielt, als Sie meine „unsauberen“ Texte geklaut haben, um sie als Ihre eigenen auszugeben? Wie wäre es zur Abwechslung einmal damit, die Verantwortung für die eigenen Handlungen zu übernehmen?

Fortsetzung folgt: „Liebe Genossinnen und Genossen, auch wenn diese Mail wieder an Leute weitergeleitet werden sollte, die besser den Zimmermannshammer als die Journalisten-Feder betätigen sollten, so will ich hier folgendes klarstellen:“
In der Tat. Jemand scheint der Ansicht zu sein, dass es mich etwas angeht, wenn ich öffentlich beschimpft werde. Und, nebenbei, Lesen bildet: Dies ist ein Weblog; wer schreibt hier journalistisch? Kleine Nachhilfe-Stunde gefällig? Nicht heute, und nur wenn ich darum gebeten werde.
„Es ist richtig, dass ich nicht fehlerfrei bin, wie jeder andere normale Mensch auch. Meine begangenen Fehler, die mir Herr U.R. nur zu gern vorwirft, damit man auf seine nicht aufmerksam werden kann, sind bereits im letzten Jahr bereinigt worden und meine Schuld ist getilgt! Hätte Herr U.R. journalistisch korrekt recherchiert, würde er nicht diesen Unsinn (nachfolgender Text aus seiner Homepage) verbreiten. Ihm gegenüber kann ich nur mitleidige Abscheu empfinden, eine gescheiterte Existenz, die sich übelsten Denunzianten bedient. Zum Kotzen.“
Immerhin, den Fehler bekennt er. Habe ich also korrekt recherchiert. (Ich bin so diskret, Details dieses Fehlers nicht zu erörtern und inwieweit er sich erledigt haben könnte. Vielleicht liegt gerade darin das fundamentale Missverständnis von J.H.D., dass er meint, Schuld sei tilgbar, und danach könne man weitermachen, als sei nie etwas geschehen. Das setzte wenigstens voraus, einer sei sich des Umfangs seiner Schuld bewusst geworden. Man nennt das gemeinhin Reue, und wenn man davon spricht, verbieten sich Ausrufezeichen.)
Und jetzt bitte die Aufzählung meiner Fehler! Na? Ich höre gar nichts. Vielleicht, weil da jemand nicht weiß, über wen er redet? Als würde ich Ihre Quelle nicht kennen.
Mein schwerster Fehler ist gewiss, dass ich für offene Worte plädiere. Das kreidet mir die „Linkspartei“ bereits ad nauseam an. Aber halt, nein, das gilt ja nun als Denunziantentum – weil ich öffentlich über das rede, was andere lieber im Hinterzimmer verhandeln würden. Da soll sich noch einer auskennen.
Und nein, ich bin kein normaler Mensch. Habe ich nie sein wollen. Ich bekenne mich stets zu meinen Fehlern, denn durch sie lerne ich. Wenn darin das Merkmal einer „gescheiterten Existenz“ liegt, liebe ich mein Scheitern. [© Uwe Ruprecht]

16.4.07 11:53
 



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